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Wann muss die Heizung raus?
Technik
Die Energiepreise werden wieder steigen, die Öl- und Gasversorgung ist weiter unsicher, der Klimawandel zeigt sich immer bedrohlicher und die eigene Heizung ist nicht mehr die neueste. Jetzt heißt es handeln, doch wie? Die nächste Heizung soll 20 Jahre halten, sparsam und klimafreundlich sein und möglichst unabhängig von Öl- und Gasimporten machen. Folgende Fragen sollten Sie auf dem Weg zur neuen Heizung klären: Brauche ich einen neuen Heizkessel? Meist sieht man einem Heizkessel den richtigen Zeitpunkt zum Austausch nicht an. Klar: Wenn er nicht mehr läuft, muss er raus, doch wer an seinen Geldbeutel und die Umwelt denkt, handelt wesentlich früher. Denn ist der Kessel älter als 15 Jahre, können bei einem Kesseltausch oft 30% des Energiebedarfs eingespart werden. Was sagt die Abgasmessung? Meist macht der Schornsteinfeger einmal im Jahr eine Abgasmessung und stellt fest, ob der Kessel noch den Grenzwerten der Bundesimmissionsschutzverordnung entspricht. Die meisten Kessel halten die Grenzwerte problemlos ein, doch was heißt das? Leider sind die Ergebnisse der Abgasmessung irreführend. Heizkessel bis 25kW Leistung dürfen einen Abgasverlust von maximal 11% zuzüglich 3% Messtoleranz aufweisen. Moderne Heizkessel dagegen bringen es in der Regel unter 6% Abgasverlust. Da die Werte 1988 festgelegt wurden, stellen sie nicht mehr den Stand der Technik dar. Wer also durchfällt, muss handeln. Wer die Grenzwerte einhält, sollte trotzdem prüfen, ob sich ein Austausch lohnt. Die Verluste eines Heizkessels setzen sich zusammen aus den Abgasverlusten (Energie, die durch den Schornstein verloren geht) und den Abstrahlverlusten (Wärme, die der Heizkessel über die Oberfläche an den Heizraum abgibt). Und diese Abstrahlverluste erreichen bei alten Kesseln bis zu 30%. Da sie nur schwer gemessen werden können, beschränkt sich der Schornsteinfeger auf die Messung der Abgasverluste. UNSER TIPP: Heizkessel älter als 20 Jahre sollten auf jeden Fall erneuert werden, Kessel älter als 15 Jahre sollten ausgetauscht werden, wenn der Heizraum durch den Kessel merklich erwärmt wird. Besser das Haus dämmen? Ältere Häuser verlieren viel Wärme durch Wände und Fenster, deshalb fördert die Bundesregierung die Wärmedämmung und die Fenstersanierung von Gebäuden. Ungedämmte Häuser verbrauchen im-bundesweiten Schnitt pro Jahr etwa 24 Liter Heizöl oder 24 m3 Erdgas pro m2 Wohnfläche. Ein Neubau verbraucht etwa ein Drittel davon, sparsame Häuser sogar nur ein Sechstel. Über kurz oder lang führt an einer Wärmedämmung kein Weg vorbei. Lassen Sie sich gezielt durch Fachleute und Energieberater informieren.
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